Mein Puli-Hund wurde zu einem Raubtier: Was soll ich tun?

Frage eines Hundebesitzers:

„Hallo! Wir haben einen Puli-Hund, er heißt Miska und ist bisher ein sehr freundlicher Hund gewesen.

Vor kurzem haben unsere Kinder ein Kaninchen bekommen und wir haben es in den Garten gebracht. Seitdem Miska das Kaninchen gesehen hat, stellt er sich vor, ein Jagdhund zu sein und will das Kaninchen immer fangen.

Das hat er vorher nie gemacht, er hat sich sogar mit den Katzen in der Nachbarschaft gut verstanden! Sollte ich mir Sorgen machen?“

Antwort von einem Hundepsychologen:

„Hallo! Der Puli ist eine Hunderasse, die einen ausgeprägten Instinkt zum Beschützen und Hüten von Herden hat. Dieser Instinkt schließt die Kontrolle kleinerer Tiere ein.

Katzen sind oft freundlich zu nicht kämpfenden Hunden und respektieren sich gegenseitig. Kaninchen hingegen können Hunden einfach als Beutetiere erscheinen. Daher ist das Verhalten des Puli-Hundes instinktiv.

Am wichtigsten ist, dass Sie Ihr Kaninchen und Ihren Hund niemals unbeaufsichtigt zusammen lassen!

Puli-Hunde sind intelligent und gutmütig, so dass sie gut auf ein Verhaltenstraining ansprechen. Das Lehren und Üben der Kommandos „Sitz!“, „Bleib!“ und „Lass ihn in Ruhe!“ wird Ihrem Welpen helfen, das Kaninchen nicht zu jagen.

Es kann auch sein, dass das Auftauchen eines Kaninchens im Garten neu für Ihren Hund ist und sein Interesse an ihm mit der Zeit nachlässt.

Wenn sich das Verhalten Ihres Hundes jedoch nicht ändert oder wenn Sie das Gefühl haben, dass die Sicherheit des Kaninchens zu irgendeinem Zeitpunkt gefährdet ist, sollten Sie professionellen Rat einholen!

Ein Verhaltensexperte wird Ihnen dabei helfen, dass Ihr Puli und Ihr Kaninchen sicher und friedlich zusammenleben können.

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Jeder Hund ist einzigartig, und was bei dem einen funktioniert, muss bei dem anderen nicht funktionieren.

Geduld und Konsequenz sind in diesem Prozess der Schlüssel!

Wenn Sie beharrlich bleiben, wird es Ihnen mit der Zeit gelingen, in Ihrem Zuhause eine harmonische Atmosphäre für noch mehr unterschiedliche Tiere zu schaffen.“