Große Pyrenäen im Winter – Worauf ist zu achten?

Wie geht man mit rassespezifischen Verhaltens- und Gesundheitsproblemen in den kalten Monaten um?

Frage eines Hundebesitzers

"Hallo! Ich besitze einen wunderbaren Großen Pyrenäen und dies ist unser erster gemeinsamer Winter. Welche Tipps können Sie uns geben, um uns auf den Winter vorzubereiten und welches Verhalten kann ich in dieser Zeit von meinem Hund erwarten?"

Antwort des Tierarztes

"Lieber Fragesteller!

Pyrenäenberghunde leben ursprünglich in den Pyrenäen, zwischen Frankreich und Spanien, wo die Wintermonate sehr kalt sind. Das bedeutet, dass die Rasse die Kälte gut verträgt und Sie können davon ausgehen, dass Ihr Hund gerne im Schnee spielt.

Was das Verhalten angeht, so sollte man bedenken, dass Pyrenäenberghunde ursprünglich zum Bewachen von Herden gezüchtet wurden und daher instinktiv wachsam und sehr beschützend sind.

Dieses Verhalten kann von Ihrem Hund in der kalten Jahreszeit noch verstärkt werden, da Wachhunde in den kalten Monaten oft wachsamer und schützend sind.

Aus gesundheitlicher Sicht ist es wichtig zu wissen, dass das dichte Fell der Pyrenäenberghunde sie zwar gut vor Kälte schützt, sie aber zu Hautreizungen und Dermatitis neigen können, insbesondere wenn ihr Fell nass wird und nicht richtig trocknet.

Vergewissern Sie sich, dass Ihr Hund trocken ist, bevor Sie ihn ins Haus lassen, vor allem, wenn er lange Zeit im Schnee war!

Pyrenäenberghunde sind sehr große Hunde, die in den kalten Monaten besonders viel Energie benötigen.

Das bedeutet, dass Sie das Futter Ihres Hundes in den Wintermonaten erhöhen müssen, um ihm die nötige Energie zu geben. Sprechen Sie immer mit Ihrem Tierarzt, bevor Sie die Fütterung umstellen.

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Pyrenäenberghunde spielen auch gerne im Schnee, aber es ist wichtig, die körperliche Verfassung Ihres Hundes im Auge zu behalten.

Wenn er zu sehr friert oder zittert, ist Vorsicht geboten, da dies Anzeichen einer Unterkühlung sein können.

Obwohl diese Hunderasse Kälte gut verträgt, sind auch sie der Gefahr übermäßiger Kälte ausgesetzt, insbesondere wenn sie sehr jung oder alt sind oder chronische Gesundheitsprobleme haben.

Im Winter brauchen die Füße Ihres Hundes besondere Pflege. Salz, das auf Gehwegen und Straßen gestreut wird, um die Vereisung zu verhindern, kann die Pfoten von Hunden schädigen und Reizungen verursachen.

Wischen Sie die Pfoten Ihres Hundes immer ab, wenn er von einem Spaziergang nach Hause kommt!

Außerdem können sich Eis und Schnee zwischen den Zehen des Hundes festsetzen, was Schmerzen verursachen kann. Kontrollieren Sie daher regelmäßig die Pfoten Ihres Hundes.

Für ältere Pyrenäenberghunde ist es besonders wichtig, bei kaltem Wetter auf Gelenkschmerzen zu achten.

Wenn Sie bemerken, dass Ihr Hund sich steifer bewegt oder sichtbare Schmerzen hat, wenden Sie sich sofort an Ihren Tierarzt.

Wie bei allen großen Hunderassen ist Fettleibigkeit bei Pyrenäenberghunden weit verbreitet und kann durch die weniger aktiven Wintermonate noch verschlimmert werden.

Sorgen Sie dafür, dass Ihr Hund regelmäßig Bewegung bekommt, auch wenn es draußen kalt ist.

Ich hoffe, diese Tipps werden Ihnen in den kommenden Wintermonaten helfen.

Das Wichtigste ist, dass Sie die Gesundheit und das Wohlbefinden Ihres Hundes im Auge behalten und immer bereit sind, bei Problemen fachkundige Hilfe in Anspruch zu nehmen. Ich wünsche Ihnen allen einen schönen Winter!